Aktuelles

Workshop Sexuelle Erziehung

Lesenacht 2016

Workshop zum Thema „Digitale Medien”, 11. Mai 2016

Veloflicktag 2016

Vortrag Neue Autorität am 18. November 2015

Besichtigung Menuandmore

Zur Übersicht ↑

Workshop Sexuelle Erziehung im Schulalter vom 01.02.2017

Sexualität kommt nicht, sie ist vor der Geburt schon da als unsere stärkste Lebens- und Liebeskraft. Am 1. Februar hatten die Eltern die Möglichkeit im Singsaal den Workshop "Sexuelle Erziehung im Schulalter" zu besuchen.

Frau Barbara Guidon, Heilpädagogin und Sexualpädagogin führte uns durch einen spannenden Abend. Zuerst bildeten wir drei Gruppen, nach Altersklasse unserer Kinder und befragten uns gegenseitig über die Beweggründe, diesen Anlass zu besuchen. Es entstanden angeregte Gespräche. Frau Guidon beantwortete danach einige Fragen. Auf unserer Homepage finden Sie eine interessante Zusammenfassung von Frau Guidon über frühkindliche Sexualität, die sexuelle Entwicklung von Kindern zwischen 6 und 10 Jahren, sowie Informationen, wann wir wie über Sex reden sollten. Um unsere Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen ist es unbedingt nötig, mit Ihnen darüber zu sprechen.

Elf Regeln zum Sex-Gespräch mit Ihrem Kind:

  • Ruhig und interessiert zuhören. Antwort zuerst mit einem Kompliment: "Schön, dass Du mich das fragst."
  • Zeit haben. Wenn es jetzt nicht passt, kann das Gespräch verschoben werden; den versprochenen Termin bitte einhalten und zum Zeitpunkt aufs Kind zu gehen.
  • Nachfragen. Wenn man nicht sofort Antworten kann, darf die Antwort auch verschoben werden, um zum Beispiel mit dem Partner darüber zu sprechen oder sich dazu Gedanken zu machen. Den versprochenen Termin jedoch auch hier einhalten.
  • Die Sprache des Kindes ist für uns manchmal unanständig oder peinlich. Wir können erklären, warum wir einige Wörter davon nicht hören wollen und was sie bedeuten.
  • Keine Warum-Fragen, ansonsten wird das Kind später keine Fragen mehr stellen. Kein "Warum fragst Du das?" "Wer hat Dir das gesagt?" In diesen Wörtern klingt ein Vorwurf, das Kind wird sich verschliessen.
  • Keine Seelenverletzungen: "Dafür bist Du noch zu jung."
  • Ehrlich sein: Die eigene Unsicherheit oder Peinlichkeit zugeben.
  • Eigene Erfahrungen erzählen; nicht als Vorbild, sondern zum Schmunzeln oder Lachen.
  • Die Wahrheit sagen: Liebe oder Sex machen kann wunderschön sein. Es gibt Höhen und Tiefen. Es gibt Glück, Angst, Scham, ein schlechtes Gewissen. Sex und liebhaben ist nicht das Selbe.
  • Kurze, liebevolle Gespräche helfen mehr als lange Moralpredigten.
  • Lachen gehört dazu. Sehr leicht kommt das Lachen, wenn wir Stift und Papier nehmen und mit dem Kind zu zeichnen versuchen.

Zum Thema gibt es einen spannenden Film bei YouTube: So kriegt man also Kinder (Teil1+2).

Frau Guidon hatte einen spannenden Vorschlag: Wie wär's, wenn sich interessierte Eltern mehrmals jährlich unverbindlich treffen und über das Thema Sexuelle Erziehung sprechen würden? Frau Guidon würde ihr Wissen gratis zur Verfügung stellen, wenn seitens der Eltern Interesse vorhanden wäre. Interessierte Eltern können sich gerne beim Elternrat melden: info@elternrat-isengrind.ch. Wir werden allfällige Treffen organisieren.

Hier nochmal der Link zu Frau Guidon's Zusammenfassung.

Zur Übersicht ↑

Lesenacht vom 11.11. 2016

Wenn es früh dunkel wird und Kinder mit ihren Eltern ausgestattet mit Kissen und Decken am Abend in die Schule strömen, dann ist wieder Lesenacht. Am 11. November 2016 war es soweit.

Das Motto des Abends „Streng geheim“ hatte neugierig gemacht und die Fantasie beflügelt. Aus einer Vielzahl Geschichten hatten die Kinder sich vorab ihre Favoriten ausgesucht.

Mit gespannten Gesichtern und Freude auf die Geschichten, die Suppe und dem gemeinsamen Abend mit ihren Gespänli liefen die Kinder in die schön geschmückten Räume und endlich konnten die Geschichten beginnen.

Die Eltern konnten derweil gemütlich einen Kaffee im Singsaal trinken oder in der Bibliothek der Erwachsenenlesung von Marina Hagenauer lauschen. Spannende und kurzweilige Geschichten wurden vorgetragen.

In der Pause war dann Zeit zum Essen, Trinken und für gemeinsame Gespräche. Es war eine gelungene Lesenacht und vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer. Bis nächstes Jahr dann...

Hier ein paar Impressionen (Klick aufs Bild zum vergrössern).

Zur Übersicht ↑

Digitale Medien - Möglichkeiten und Gefahren von Online-Medien

Workshop vom 11. Mai 2016

Am 11. Mai hatten die Eltern der Dritt- bis Sechstklässler die Möglichkeit im Singsaal den Workshop „Digitale Medien” der Stadtpolizei zu besuchen. Der Referent, Herr Thomas Schlittler, Fachberater der Prävention Stadtpolizei Zürich stellte sich kurz vor. Er ist Vater von vier Jugendlichen zwischen 19 und 27 Jahren und verriet uns, er habe zwischen „Kommt überhaupt nicht in Frage!” bis „Dann mach halt was Du für richtig hältst!” alles angewandt.

Das Internet ist mittlerweile auch für Minderjährige nicht mehr aus dem Leben wegzudenken. Neben dem offensichtlichen Nutzen, der Verwendung für Schule und Hobby ergeben sich auch einige Gefahren. Herr Schlittler erklärte uns, dass das Internet wie eine grosse Stadt sei. Es gibt nette Leute, sichere Gegenden, schöne Parks, merkwürdige Gestalten, dunkle Gassen und gefährliche Strassen. Wir müssen unsere Kinder und Jugendlichen begleiten, sie über Gefahren aufklären und unser Interesse an den Inhalten zeigen, welche sie beschäftigen. Am besten steht der Computer im Wohnzimmer um eine bessere Kontrolle zu haben. Die Verantwortung für die Computer-Nutzung der Jugendlichen liegt bei den Eltern.

Glückliche Medienkinder:

  • Bildschirmzeit oder noch wichtiger: bildschirmfreie Zeit
  • Vorbild sein
  • Nutzung altersgerechter Spiele
  • Internet zusammen erkunden
  • Offene Gespräche sind besser als Filtersoftware
  • Wir sollten uns in regelmässigen Abständen die Chronik des Browsers unserer Kids ansehen. Dadurch erkennen wir schnell die verschiedenen Webseiten, welche unser Sprössling besucht. Ohne unseren Kids ein wenig hinterher zu spionieren, lässt sich leider kein richtiger Schutz erreichen.

    Es folgte ein kurzer Überblick über die sozialen Netzwerke: Whatsapp mit 46 Milliarden; Snapchat mit 1.6 Milliarden Nachrichten pro Tag weltweit; Facebook hat im Moment 1.5 Milliarden User und bei Youtube werden pro Minute 300 Stunden Videos hochgeladen. Den Überblick zu behalten ist eine Herausforderung. Fast täglich kommen neue Programme und Apps ins Gespräch und es ist Aufgabe der Eltern Gefahren und Nutzen derselben abzuwägen und mit dem Jugendlichen Regeln zur Benutzung zu vereinbaren.

    Es folgten einige interessante Hinweise/Warnungen:
    Facebook: Bilder nicht öffentlich posten; diese können von Gaunern benutzt werden, um falsche Profile zu erstellen. Auch die Freundesliste sollte nicht öffentlich angezeigt werden. Dies muss bei den Einstellungen der Privatsphäre angepasst werden, da standardmässig alles veröffentlicht wird. Immer daran denken; Sogar normale Fotos können auf Pornoseiten landen, sofern diese öffentlich gepostet werden.
    Man sollte sich nie alleine mit anderen Usern treffen, welche man nicht persönlich kennt. Es gibt keine Garantie, dass es sich wirklich um die Person handelt, die sie vorgibt zu sein. Ein allfälliges Treffen sollte im öffentlichen Raum stattfinden und nur mit Begleitperson.
    Handy ist Tracking. Hierzu empfahl uns Herr Schlittler: „Do not Track” von Arte zu konsultieren. Es ist erstaunlich, was uns diese sieben Episoden alles aufzeigen!

    Apps haben teilweise Zugriff auf Internetkonsum oder Kontakte, Standorte usw. Zum Beispiel die Taschenlampe, Angry Birds und viele andere Apps greifen auf die UID zu, womit unser Handy lokalisiert werden kann. Diese Infos werden dann zum Beispiel an Werbebetreibende weitergeleitet welche uns dann mit passender Werbung eindecken. Nach einem IOS-Update verlangt die App Health Zugriff auf Connect, diese Daten werden dann zB. an Krankenkassen weitergeleitet. Die Gefahr lauert auch bei „Fake-Gewinnspielen” bei denen man zum Beispiel einen BMW gewinnen kann. Einziger Zweck dieser Gewinnspiele ist es, Adressen zu sammeln, um diese zu verkaufen.

    Ein Fünftel der Jugendlichen erkennt beim Googeln nicht, wenn Werbung eingeblendet wird und hält diese für reale Suchergebnisse. Herr Schlittler erläuterte uns auch die Altersbeschränkungen bei Youtube, Facebook und Whatsapp sowie die prozentuale Nutzung von Internet und Handy der diversen Altersklassen.

    Selfies anno dazumal wurden im öffentlichen Raum in Fotoboxen gemacht. Heute können Selfies immer und überall mit Smartphone, iPod und Co. gemacht und geteilt werden. Sexting-Bilder entstehen so viel einfacher. Wir müssen unsere Jungend darauf hinweisen, dass solche Bilder sehr schnell in Umlauf geraten können, auch wenn der aktuelle Partner verspricht, diese nicht weiterzuleiten. Spätestens wenn die Beziehung zu Ende ist, ist die Gefahr gross, dass dieses Versprechen gebrochen wird. Auch wenn das Handy einmal unbeobachtet ist, oder gestohlen wird, können Dritte unter Umständen auf diese Daten zugreifen.

    Wer liest die allgemeinen Geschäftsbedingungen sorgfältig durch, bevor er eine App oder Software installiert? Apps wie Snapchat verleiten dazu Sexting Bilder und Videos zu verschicken. Der Absender kann zwar wählen, wie lange das Bild beim Empfänger sichtbar ist (1-10 Sekunden); er kann jedoch nicht verhindern, dass der Empfänger davon eine Bildschirmkopie macht, welche dieser dann behalten kann. Der Absender wird zwar informiert, dass eine Kopie erstellt wurde; er kann aber nichts dagegen unternehmen. Zudem willigt man mit der Installation dieser App zu, dass Snapchat diese Fotos und Filme speichern, verändern, verwenden, veröffentlichen sowie kommerziell nutzen darf! Gleichzeitig verzichtet der Nutzer dabei auf seine Urheberrechte oder auf finanzielle Beteiligung.

    Instagram dient zur Selbstdarstellung. Was viele nicht wissen, ist, dass bei der Standardeinstellung jedes Bild mit einem Geotagging versehen wird. Das heisst, alle Besucher können auf den Meter genau sehen, wo das Bild aufgenommen wurde. Wenn man mehrere Bilder postet, kann so bald ein geographisches Muster erkannt werden, zum Beispiel vom Wohnort. Dieses Geotagging kann man in den Einstellungen blockieren.

    Sorgen bereitet auch das „Jodel-App” welches den Nutzern ermöglicht jederzeit anonym Kommentare zu posten, welche im Umkreis von ca. einem Kilometer allen anderen Jodel-Nutzern zugänglich gemacht werden. An und für sich eine gute Idee, um sich zum Beispiel über Ausgangsmöglichkeiten zu informieren. Leider wird diese Plattform aber oft für Mobbing genutzt.

    Persönlichkeitsschutz: Recht muss auf zivilem Rechtsweg eingefordert werden, was sehr umständlich und langwierig ist. Ein viertel der Jugendlichen ist von Cybermobbing betroffen. Es ist wichtig, die Ohren offen zu haben und bei Verdachtsfällen schnell mit dem Lehrer Kontakt zu suchen oder im Extremfall bei der Stadtpolizei zu intervenieren. Ebenfalls müssen wir unsere Jugendlichen auffordern, keinesfalls bei Cybermobbing mitzumachen. Bei Selbstbetroffenen ist es wichtig, über Drittpersonen zu gehen (zum Beispiel Sozialdienst der Schule) und nicht direkt zu den anderen Eltern.

    Das Portal YouNow ermöglicht es den Nutzern, Live-Videos zu schauen oder selber ins Internet zu stellen. Nicht nur hier ist es ratsam, Geräte nachts nicht im Zimmer zu lassen.

    Erlaubte Pornografie darf Jugendlichen unter 16 Jahren nicht zugänglich gemacht werden. Ab 10 Jahren sind die Kinder strafmündig. Das heisst, wenn sie Pornografie an andere Jugendliche weiterleiten oder ihnen zeigen, können auch sie dafür bestraft werden. Der Besitz von Gewaltbildern und -Videos ist illegal. Werden solche Bilder festgestellt, kann das Handy beschlagnahmt werden. Download von Musik ist erlaubt, der Upload ist jedoch nur für eigene Musik und eigene Filme erlaubt.

    Nach Möglichkeit sollten wir vermeiden, Gratis WLAN zu nutzen. Wenn wir es trotzdem machen, sollten wir auf keinen Fall Sicherheitszertifikate erneuern, E-Mails checken, oder E-Banking nutzen, da die Passwörter auf dem fremden WLAN gespeichert werden könnten.

    Erlauben Sie den Kindern nur Apps von den offiziellen Stores zu kaufen. In den Einstellungen können die Installation von Apps aus unbekannten Quellen sowie In-App Käufe verboten werden. Weisen Sie Ihr Kind auf Abo-Fallen hin. Auf Werbeflächen gibt es PopUps. Damit das Kind weiterspielen kann, drückt es häufig einfach OK, ohne sich bewusst zu sein, dass es ein teures Abo löst. Kosten fallen schon mit dem ersten OK-Klick an. Meistens fällt der Irrtum erst bei der nächsten Monatsrechnung auf. Je nachdem wie lange das Abo lief, bevor es wieder gekündigt wurde (dafür ist ein spezieller Code nötig), können Kosten bis zu mehreren hundert Franken anfallen.

    Auch ist es sinnvoll Mehrwertdienste auf den Geräten unserer Kids zu sperren. Dies können Support-Nummern von Unternehmen oder auch Unterhaltung für Erwachsene sein, welche schnell teuer werden können.

    Es sind Fälle bekannt, bei welchen Jugendliche bis zu CHF 40000.00 Schulden für Abo- und Gesprächskosten anhäuften! Jugendliche können ab 16 Jahren selber ein Mobile-Abo abschliessen. Es gibt Kriminelle die gezielt Unerfahrene angehen, um sie zu überreden einen solchen Vertrag abzuschliessen und ihnen dann gegen eine Entschädigung von CHF 500.00 weiterzugeben. Auf dieses Angebot sollte keinesfalls eingegangen werden, denn der Vertragspartner haftet für sämtliche Kosten, die mit dem Vertrag anfallen. Zudem könnten die Handys so für kriminelle Machenschaften missbraucht werden.

    Wir sollten unsere Jugendlichen sensibilisieren: Beispiel Facebook. Es gibt Angebote, womit man finanzielle Freiheit erhalte und automatisches Einkommen generieren könne, ohne dafür zu arbeiten. Dies sind immer zwielichtige Angebote. Viele Pornoseiten und leider auch immer mehr seriöse Webseiten enthalten Malware, welche sich unbemerkt auf dem Computer installieren. Per Mail erhält man oft Phishing-Angriffe, daher ist es wichtig, nie Anhänge oder Links anzuwählen, wenn man den Absender nicht kennt, oder der Text irgendwie suspekt ist. Diese Links bzw. Anhänge können Trojaner und Viren enthalten.

    Am Schluss dieses Berichts finden Sie eine Information von der Stadtpolizei mit Links, bei welchen Sie sich ausführlich über Cybercrime, Beratungs- und Bildungsangebote, Warnlisten und Betrugsfallen im Internet informieren können. Unterstützung und Hilfe kann man auch bei Familie, Freunden, Schulsozialarbeit, Lehrperson, Schulleitung, Therapeuten, Ärzten, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen oder dem Jugenddienst der Stadtpolizei suchen.

    Kindergerechte Seiten: Kindersuchmaschine: www.fragfinn.de, www.blindekuh.de.
    Kinderseiten in der Schweiz: www.spick.ch, www.radiolino.ch, www.zambo.ch.
    Von Fachleuten geprüfte Seiten für Kinder finden Sie hier: www.klick-tipps.net.

    Fazit: Begleiten statt verbieten:

  • Unterstützen und begleiten = Höhere Medienkompetenz, trotz Risiken weniger negative Medienerlebnisse.
  • Verbieten und kontrollieren: Geringe Medienkompetenz, weniger Risiken, aber eher negative Medienerlebnisse.
  • Es hilft nichts, digitale Medien zu verbieten. Denn spätestens wenn die Jugendlichen bei Kollegen sind, haben sie dort die Möglichkeit, digitale Medien zu nutzen. Es ist wichtig, Gefahren zu erläutern und sich als Vertrauensperson bei Problemen anzubieten.

    Sonja Widmer

    ---------------------------------------
    Ein Besuch der Reihe „Do not Track” von Arte lohnt sich auf jeden Fall.
    Folgende Informationsbroschüren bezüglich Medienkompetenz wurden unter anderem abgegeben. Diese Broschüren und viele weitere können unter www.skppsc.ch herunter geladen werden.

  • Es war einmal ... das Internet (5 moderne Märchen über 5 moderne Problembereiche) für Eltern von Kindern unter 12 Jahren.
  • Cybermobbing: Alles, was Recht ist.
  • Das eigene Bild: Alles, was Recht ist.
  • Pornografie: Alles, was Recht ist.
  • Stadt Zürich, Stadtpolizei, Referat Digitale Medien, Informationen:
    Cybercrime
    Die Prävention der Stadtpolizei Zürich stellt auf der Informationsplattform www.schaugenau.ch detaillierte Informationen zu digitalen Medien und Cyber- crime zur Verfügung. Darüber hinaus finden Sie auch auf den Seiten des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (KOBIK und MELANI) Informationen dazu. Auf der Seite von KOBIK können Sie verdächtige Inhalte im Internet (Betrug, Kinderpornografie, SPAM, Extremismus und Rassismus usw.) melden. www.schaugenau.ch , www.kobik.ch , www.melani.admin.ch.

    Warnlisten und Betrugsfallen
    SPAM, Werbemails, SMS-/WhatsApp-Fallen, Betrugsfallen und Abzocke lauern an vielen Orten. Nicht nur für Jugendliche, auch für Erwachsene sind Stolperfallen oft nicht sofort zu erkennen. Welche Angebote sind seriös, wo wird uns etwas vorgespielt, wo wird man hereingelegt? Gefahren lauern im Computer genauso wie auf den mobilen Geräten wie Tablet oder Smartphone.
    Verschiedene private Institutionen zeigen, wie Betrüger und Abzocker vorgehen. Der Ktipp führt Warnlisten auf seiner Seite. Auf den anderen beiden Seiten werden die Betrugsmaschen detailliert erklärt:
    www.ktipp.ch/service/warnlisten , www.watchlist-internet.at , www.mimikama.at.

    Beratungs- und Bildungsangebote
    Verschiedene Institutionen bieten Beratungs- und Bildungsangebote zum Thema digitale Medien an. Neben allgemeinen Informationen finden Sie auch Schulungs- und Weiterbildungsangebote. Das nationale Programm von Jugend und Medien (auch Jugend und Gewalt) bietet umfassende Informationen rund um das Thema Jugend und Medienkonsum an. Diese Seite richtet sich an Eltern, Lehr- und Fachpersonen. Auch Projuventute als Stiftung hat sich in diesem Bereich einen Namen gemacht (Telefon 147). Die Swisscom leistet mit seinem Programm „medienstark” einen wichtigen Beitrag. In der Region Zürich ist auch der Verein zischtig.ch aktiv und hat ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche. Das Angebot von NetLa.ch vermittelt spielerisch Wissen im Umgang mit dem Internet. Für Kinder und Erwachsene (mit Lernquizz). Natürlich gibt es noch viele weitere gute Angebote. Hier einige nützliche Links:
    www.jungendundmedien.ch
    www.projuventute.ch/medienprofis
    www.swisscom.ch/jugendmedienschutz
    www.medienstark.ch
    www.zischtig.ch
    www.elternbildung.ch
    www.schau-hin.info
    www.elternet.ch
    www.safersurfing.ch
    www.handyprofis.ch
    www.klicksafe.de

    Stadtpolizei Zürich, Prävention (Telefon 044 411 74 44)
    www.stadtpolizei.ch/praevention
    www.fb.com/stapoZHpraevention

    Zur Übersicht ↑

    Impressionen vom Veloflicktag am 13. April 2016

    Am 13. April 2016 fand wieder der Veloflicktag am Schulhaus Isengrind statt. Vielen Dank für die Teilnahme und die tolle Organisation. Hier ein paar Impressionen (Klick aufs Bild zum vergrössern).

    Zur Übersicht ↑

    Wirksam erziehen - auch in herausfordernden Situationen

    Am 18. November fand im Singsaal ein interessanter Vortrag über Neue Autorität und wirksame Erziehung statt. Die Referentin, Frau Marielle Donzé ist Psychologin (lic. phil. FSP), hat eine eigene Praxis und arbeitet zudem beim Elternnotruf.

    Zuerst erläuterte Herr Stössel die fünf Säulen der Neuen Autorität: Präsenz, Widerstand, Deeskalation, Wiedergutmachung und Vernetzung. (Siehe Isengrind News, Ausgabe Juli 2014)

    Präsenz heisst, da zu sein; mental wie physisch.

    Widerstand: Regeln und Abmachungen sind formuliert und geben den Kindern den Rahmen für ihr Verhalten. Sprengen sie diesen Rahmen, sind die Eltern oder das Schulpersonal zum Handeln - zum Widerstand - verpflichtet.

    Deeskalation: Überlegt handeln heisst sich Zeit nehmen und Zeit lassen, eine Intervention zu planen. Es gilt, die Beteiligten eines Konflikts zu beruhigen. Dann kann die Intervention vorbereitet und bei Bedarf auch Unterstützung geholt werden.

    Wiedergutmachung: Ziel der Wiedergutmachung ist es, einen Konflikt auf konstruktive Weise zu lösen. Fehler können wieder gut gemacht, Verletzungen können geheilt werden.

    Vernetzung: Das Schulpersonal bildet untereinander und mit den Eltern unterstützende Netzwerke, um sich gegenseitig zu helfen, schwierige Situationen gemeinsam zu lösen. Wir wissen: Meine Stärke stammt nicht nur von mir selbst, sondern auch von dem mich unterstützenden Netzwerk.

    Danach erfuhren wir Näheres von Frau Donzé mit charmantem Westschweizer Akzent.

    Zuerst wurde uns der Elternnotruf vorgestellt. Er beschäftigt 12 ausgebildete Fachleute, welche den Eltern, Familien und Bezugspersonen per Telefon oder per E-Mail an 365 Tagen während 24 Stunden kostenlos zur Verfügung stehen; vertraulich und anonym. Bei Bedarf können auch persönliche Beratungen vor Ort vereinbart werden, dies jedoch kostenpflichtig. Finanziert wird der Elternnotruf von einigen Kantonen (Aargau, Bern, Graubünden, Zug und Zürich), sowie von Spenden. Anrufer kommen aus der gesamten deutschsprachigen Schweiz.

    Der Elternnotruf berät zu den Themen Erziehung, Entwicklung des Kindes bzw. Jugendlichen, Überforderung oder Überlastung von Müttern oder Vätern. Er steht auch zur Verfügung wenn das Wohl eines Kindes durch körperliche, sexuelle oder psychische Misshandlung gefährdet ist.

    Nun folgten die Erläuterungen zur wirksamen Erziehung. Nach einer kurzen Einführung hatten wir die Gelegenheit in Zweiergruppen zu diskutieren, wann es bei uns zu Hause zur Eskalation kommt und was wir dabei fühlen. Bei einer späteren Gruppenarbeit konnten wir Beispiele notieren, wann wir erfolgreich gegen eine Eskalation vorgehen konnten und was uns dabei unterstützt hat. Die Ergebnisse wurden danach jeweils im Plenum angeschaut.

    Wirksam erziehen kann man nur mit diesen vier Grundlagen: Beziehung, Struktur, Wertschätzung, Verantwortung.

    Beziehung bedeutet eine interessierte und zugewandte Haltung. Eltern nehmen Anteil an den Fortschritten und den Problemen ihrer Kinder. Sie vermitteln ihrem Kind Sicherheit.

    Struktur umfasst verbindliche Abläufe, Regeln, Grenzen, Vorgaben und Rituale sowie Konsequenzen und andere berechenbare Umgangsformen. Diese Strukturen geben Kindern und Erwachsenen Orientierung und Sicherheit.

    Mit Wertschätzung (oder auch Respekt), ist gemeint, dass Eltern die Bedürfnisse ihrer Kinder kennen und wahrnehmen sowie ihre eigenen Bedürfnisse wichtig genug nehmen. Kompromisse zu finden bzw. dem Kind ein berechtigtes Nein zu zumuten, erfordert ein gewisses Selbstwertgefühl. Wichtig ist, den eigenen Standpunkt zu kennen und ernst zu nehmen. Auch Wertschätzend mit sich selber zu sein, z.B. sich erholsame Pausen im Alltag zu schaffen.

    Verantwortung zu übernehmen, heisst, dass Eltern sich ihrer Rolle als Mutter oder Vater bewusst sind und diese wahrnehmen. Verantwortliche Eltern reagieren bei Grenzüberschreitungen ihrer Kinder / sie sehen nicht weg bzw. resignieren, sondern holen sich je nach Überforderung private oder fachliche Unterstützung. Eltern bleiben dran, ohne gewinnen zu wollen.

    Sehr eindrücklich fand ich das Beispiel einer Ampel. Wichtig ist, die Anzeichen einer Eskalation wahrzunehmen und frühzeitig zu reagieren.

    • Grün: alles ist in Ordnung, gutes Klima, Harmonie.
    • Orange: Etwas stört, Unbehagen kommt auf. Das Kind testet eventuell seine Grenzen. Unangenehme Massnahmen können nötig werden. Rückkehr zu grün ist bei richtigen Voraussetzungen noch möglich.
    • Rot: Eskalation. Der sogenannte "Point of no return". Das Kind oder der Jugendliche flippt aus. Reden ist jetzt zwecklos. Nun muss man Geduld haben, bis die Ampel wieder auf Grün wechselt. In dieser Situation ist es manchmal besser, den Raum zu verlassen. Es bedeutet nicht, dass man das vorherige Verhalten akzeptiert. Distanz nehmen, präsent bleiben, nicht insistieren, dran bleiben und das Thema wieder aufnehmen, wenn sich alle beruhigt haben.

    Es ist das gleiche in einer partnerschaftlichen Beziehung. Wenn man im Streit an einen gewissen Punkt kommt, bringt Diskutieren nichts mehr. Man muss warten, bis sich beide Parteien wieder beruhigt haben. Dies kann unterschiedlich lange dauern. Vielleicht zehn Minuten, oder Stunden oder sogar Tage. Erst dann kann man über das Geschehene in Ruhe sprechen und Lösungen für die Zukunft suchen.

    Die Eltern müssen authentisch sein. Es hat keinen Sinn, dem Jugendlichen vorzuwerfen, dass er zu viel mit seinem Handy beschäftigt ist, wenn man selber morgens als erstes zum Handy greift. Wir müssen nicht perfekt sein, sollten aber zu unseren Fehlern stehen und manchmal auch unsere Schwächen zugeben können.

    Zudem ist die Wortwahl wichtig. Beobachtung (ohne Bewertung) / Gefühle (Ich-Botschaften) / Bedürfnisse / Bitte. Beispiel: "Mir ist aufgefallen, dass in letzter Zeit Deine Jacke häufig am Boden liegt. Ich bin frustriert, wenn ich nach Hause komme und diese Unordnung sehe, weil es mir wirklich ein Bedürfnis ist, dass ich unterstützt werde, die Wohnung in Ordnung zu halten. Bitte hänge jetzt Deine Jacke auf."

    Nicht vergessen:

  • Loben (Wir lassen uns leider dazu verleiten, das Negative sofort zu äussern, während wir positives Verhalten, als normal nehmen und viel seltener loben.)
  • Liebe
  • Humor
  • Es war ein sehr interessanter, informativer und aufschlussreicher Abend. Es gab viele neue Impulse, die ich zu Hause gerne umsetzen werde. Ich danke der Schulleitung für die Organisation dieses Anlasses herzlich.

    Sonja Widmer

    Zur Übersicht ↑

    Besichtigung Menuandmore vom 3.11. 2015

    Im Namen der Kommunikationsgruppe des Elternrats Im Isengrind konnten wir am 3. November einen interessanten und informativen Morgen verbringen. Bei Menuandmore sorgen täglich 50 Mitarbeiter dafür, dass 12'200 Kinder und Erwachsene ein feines und gesundes Essen erhalten. Beeindruckt waren wir, dass möglichst ohne Konservierungsstoffe gekocht wird. Zum Beispiel werden Spätzli, Wähenteig und Apfelmus von Menuandmore selbst hergestellt. Glutamat (Streuwürze) sucht man im Betrieb vergebens, auch enthalten die verwendete Bouillon und Bratensauce keine E-Zusätze. Dafür wird mit Gewürzen und frischen Kräutern verfeinert. Man achtet auf natürliche und saisonale Produkte. Die Speisen für Kinder werden separat gekocht, mit Verwendung von möglichst wenig Salz und Zucker und absolut ohne Alkohol. Bei der Zubereitung wird das gesunde Schweizer Rapsöl verwendet.

    Die Zubereitung erfolgt nach dem Cook-and-chill-Verfahren, das heisst nach der Zubereitung werden die Speisen sofort mit modernster Technik auf 4 Grad abgekühlt. Somit bleiben die Vitalstoffe optimal enthalten. Auf Erhöhung der Haltbarkeit mittels Pasteurisation verzichtet Menuandmore bewusst. Das Fleisch und Poulet stammt aus der Schweiz und Gemüse möglichst aus der Region, zunehmend werden Bio-Produkte verwendet. Reis sowie Bananen kommen von Fairtrade-Partnern und Fisch entspricht ausschliesslich dem MSC oder ASC-Label. Täglich stehen vier Menüs sowie Allergiker freundliche Speisen zur Auswahl.

    Allfällige Überproduktionen von einwandfreien Menüs werden dem Caritas-Markt Zürich gespendet. Menuandmore hat sich zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung verpflichtet: Ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Solidarität sind dabei die drei Pfeiler. Menuandmore ist die erste und bisher einzige klimaneutrale Verpflegungsanbieterin in der Schweiz. Trotz aller Bemühungen lassen sich CO2-Emissionen nicht gänzlich vermeiden (Auslieferung der Menüs durch hausinternen Fahrdienst), diese unvermeidlichen Emissionen werden durch Investitionen in hochwertige weltweite Klimaschutzprojekte kompensiert.

    Den Strom bezieht Menuandmore vollumfänglich aus erneuerbaren Quellen, der Stromverbrauch konnte in den vergangenen vier Jahren um 25% reduziert werden. Die Abfallmenge wurde in den letzten vier Jahren sogar halbiert. Heisswasser und Wärme werden durch Holz-Pellets-Heizung produziert.

    Nach einer spannenden Betriebsbesichtigung wurde uns ein wunderbarer, schön angerichteter Brunch offeriert und zum Abschied erhielten wir köstliche, hausgemachte Konfitüre. Es war ein gelungener und informativer Start in den Tag.

    Sonja Widmer und Steffen Strössenreuther